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Nahwärme

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Die Kombination innovativer Technologien spart ca. 95% CO2

Die Elbinseln sollen im Rahmen des Klimaschutzkonzepts »Erneuerbares Wilhelmsburg« bis 2050 zu 100% mit erneuerbaren Energien versorgt werden.
Ein wesentlicher Baustein hierfür sind die drei Nahwärmenetze Energiebunker (nördliches Reiherstiegviertel), Tiefengeothermie Wilhelmsburg (südlich des Reiherstiegviertels) und Energieverbund Wilhelmsburg Mitte.
Der Energiebunker im Zentrum eines Nahwärmenetzes ist ein besonders gutes Beispiel für das Potenzial einer dezentralen Wärmeversorgung, die spezifisch lokale Energiequellen nutzt.

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Kernbohrungen durch die 2-4 Meter dicken Außenwände des Energiebunkers, 2012

Die Solarthermie und die Abwärme aus den nahegelegenen Nordischen Oelwerken ergänzen erprobte Technologien wie ein Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung und ein Holzhackschnitzel-Kessel mit lokalen Ressourcen. Die gewonnene Energie wird im großen Wärmespeicher miteinander verknüpft.
Dadurch wird eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 95 Prozent im Vergleich zu einer dezentralen Wärmeversorgung mit Öl- und Gaskesseln erreicht.
Auch die Staubbelastung eines großen Holzhackschnitzelkessels wie im Energiebunker ist um ein Vielfaches geringer als eine dezentrale Wärmeversorgung mit Holzhackschnitzel- 
oder Pellet-Kesseln. Die Elektrofilteranlage im Bunker trägt dazu bei die Grenzwerte nochmal deutlich zu unterschreiten.

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Anlieferung des 50 über Meter hohen Schornsteins, 2012

Nicht zuletzt sorgt der über 50 Meter hohe Schornstein dafür, dass die nun niedrigen Emissionen sich über dem städtischen Raum leichter verflüchtigen und nicht an einzelnen Stellen konzentriert auftreten.
Nahwärme aus regenerativen Energiequellen kombiniert mit industrieller Abwärme und gepuffert in einem Großspeicher - so kann die Formel dafür lauten urbane Räume umweltfreundlich mit Wärme zu versorgen.

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Montage des Schornsteins, 2012